Posticum - Movimentum Iuventutis Christianae
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April

Gebäude

SZABÓ ARNOLD, Architekt

„Imre, ich plane für Sie so ein Gebäude, dass jeder beim Betreten spürt, dass hier eine andere Welt ist.“ Grosswardeins (Oradea) führender Architekt verausgabte sich in den stetig andauernden Auseinandersetzungen mit den kleinkarierten Feudalherren. Jeden Tag musste er diesen kranken Seelen, die sich selber als Kenner des Schönen bezeichnen, entgegenkommen, doch mit diesem Haus fand er schließlich Genugtuung, aber auch Abschied vom Leben. Wer sich hier umsieht, soll diesen Mann erblicken.

ERDEI GÁBOR, Schreinermeister

Als die Ingenieure das Konzept aus ihren Augen verloren und mit ihren Linealen den Geist des Hauses in dünne Teile gespaltet hätten, wurde die Zeichnung ihm überreicht. Er legte die Detailzeichnungen und die kleinlichen Ratschläge beiseite, hielt nur diese Zeichnung vor sein Gesicht und entwickelte ein genaues Modell aus Wänden, Balken, Dächern und Treppen. Wer sich hier umsieht soll die Schönheit der Seele sehen.

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Das Grundstück empfahl das röm. kath. Bistum Grosswardeins (Oradea). In der Mitte des letzten Jahrhunderts entstand ein Pfarrheim an dieser Stelle, welches die Anwohner nach einiger Zeit als Kapelle nutzten. Auf dem Bereich vor dem Haus hingegen wuchsen über 40 Jahre Büsche und Bäume, Menschen nutzten es als Mülldeponie, und in den Keller zogen sogar Obdachlose ein.

Der Planer des Posticums war Grosswardeins (Oradea) Architekt Szabó Arnold. Sein Tod hinderte ihn zwar darin, den Plan detailliert auszuarbeiten, aber die angefertigten Pläne reichten für den Beginn des Baus aus. 1996 begann der Jugendseelsorger Imre Rencsik mit den Bauarbeiten. Als erstes errichtete man den nördlichen Flügel des Gebäudes, das heutige Gästehaus. Dieser Teil wurde innerhalb von zwei Jahren fertig. In den fünf Stockwerken sind zehn Zimmer, ein Speisezimmer und eine Küche zu finden. Die Möbel wurden nach dem Plan der Innenarchitektin Eszter Mészöly von der Posticum Don Bosco Tischlerei angefertigt.

1997 hatte es den Anschein, dass aus dem Plan nur so viel verwirklicht werden kann, da zur Fortsetzung das Geld fehlte. Dieses Jahr verstrich einfach mit der Suche nach neuen Subventionen und Befürworter. In 1998 wurde mit dem Bau der restlichen zwei Flügel begonnen. Auf den drei Stockwerken dieser Teile kann man einen Festsaal, eine Kapelle, eine Wohnung für einen Seelsorger, Büros und Besprechungszimmer, einen Leseraum, den Filmklub und das Jazzland finden.

Eine große Aufgabe für die Bauarbeiter war der ungewöhnliche Oberbau. Beispielsweise stellt das Dach der Kapelle eine Bootsunterseite dar, welches mehrere Monate zur Fertigstellung benötigte. Die hier gewonnen Erfahrungen waren aber an vielen Stellen in der späteren Arbeit eine große Hilfe. Die hier Beschäftigten gründeten gleich ein Bauunternehmen unter dem Namen Posticum Kft.

Der letzte Schritt im Bauprozess des Posticums war der das Gebäude umgebende Garten. Das Posticum wurde am 21. Mai 2000 am letzten Tag der Varadinum Festtage vom Bischof Josef Tempfli eingeweiht und eröffnet.

2005 kam dem Posticum die Idee, die Kapazität des Gästehauses mit einem neuen Gebäude zu erweitern. Den ersten Konzeptplan entwarfen im Sommer 2007die Studenten der Liechtensteiner Universität im Rahmen einer Projektarbeit. Von diesen fand das Konzept von Aline Müller gefallen beim Posticum. Nach der Ausarbeitung dieses Konzeptes begannen Anfang 2010 die Bauarbeiten (auf der Seite http://anbauposticum2010.blogspot.ch/ sind Fotos der verschiedenen Bauphasen zu sehen). Das neue Gebäude wurde auf dem Platz des alten Pfarrheims errichtet. Der Innenbereich wurde von dem Kunstmaler Constantin Costea geplant.