Posticum - Movimentum Iuventutis Christianae
Teiului u. 26, RO - 410477 Nagyvárad/Oradea/Grosswardein
Tel.: +40 259 431 398 Fax: +40 359 410 882
Email: info@posticum.ro
Web: www.posticum.ro
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April

Einrichtung

Der Verein Posticum – Movimentum Christianae ist das vom christlichen Geist geprägte Kulturzentrum von Grosswardein (Oradea). Als seine Grundaufgabe sieht der Verein die Pflege des traditionellen Ordenslebens in der weltlichen Denkweise an. Bereits der Schweizer Theologe Hans Küng beschäftigte sich mit diesem Thema und initiierte im Geiste des Weltethos den Dialog mit nicht christlichen Glaubensrichtungen, besonders mit denen, die ebenfalls kontemplative, besinnliche Traditionen pflegen. 

Die Ziele der Einrichtung

Es ist unsere Überzeugung, dass der Weg in das Gebäude der 2000 Jahre alten christlichen Kultur nicht allein durch den Haupteingang führt, sondern genauso durch einen kaum sichtbaren, versteckten und meist für unbedeutend gehaltenen „Hintertür“ (dies ist die lateinische Bedeutung von „posticum“). Durch diese „Hintertür“ kann man ebenso zum inneren Kern des Glaubens, zum Herz jeder Religiosität und zum Altar des Allerheiligsten gelangen. In den letzten Jahrzehnten versuchte das Posticum diese Rolle der Hintertür durch ein breites Angebot von verschiedenen kulturellen und karitativen Programmen und Dienstleistungen einzunehmen. Die vielschichtigen Aktivitäten führten dazu, dass die Aufmerksamkeit immer mehr auf die Verantwortung und Pflege der eigenen inneren Energiequellen und Ressourcen gerichtet wurden. Man erkannte die Zeichen der Zeit und richtete sich mit der Hintertür immer entschiedener zur Ruhe hin aus, was man mit der vertiefenden Besinnlichkeit identifizierte. Die Ruhe ist selbstverständlich nicht alles, sondern „nur die Tür“, durch die aber jeder gehen muss, der in seinem Glauben mehr sehen möchte als nur eine Folklore und eine Pflege von unpersönlichen kirchlichen und liturgischen Zeremonien. Wenn jemand nicht durch diese „Tür der Ruhe“ in das 2000 Jahre alte kirchliche Gebäude eintritt, den kann ein Gefühl einholen, dass er an einer Art kultureller Museumsausstellung teilnimmt und somit die unmittelbare Erfahrung des Ewigen in seinem Leben ausbleibt. Das Fehlen dieser Erfahrung führt früher oder später zwangsläufig zu einem abgeflachten, farblosen und geschmackslosen Leben. Aus diesen Gründen möchte das Posticum seine Türen in erster Linie für die öffnen, welche die notwendige Lebensenergie für ihre alltäglichen Aufgaben aus der besinnlichen Ruhe schöpfen. Also für die Menschen, die von einer kontemplativen Lebensweise ausgehen und in dem Labyrinth der Massenkultur auf ihren persönlichen Lebensweg stoßen möchten.

Desweiter glauben wir, dass man die gemeinsamen Quellen aller Weltreligionen nicht nur auf dem meditativ besinnlichen Weg alleine finden kann, sondern auch durch die religiöse Gemeinschaft. Mit Hilfe dieser Anschauung haben wir die Möglichkeit – trotz der geschichtlichen, der kulturellen und der theologischen Unterschiede – eine Gesellschaft zu schaffen, in der sich alle Menschen als Brüder und Schwester sehen.

Die Geschichte der Einrichtung

Wie es meistens der Fall ist, begann die Geschichte des Posticums auch mit dem Gedanken einer einzigen Person. Es bedarf aber dem Zusammenschluss mehrerer Personen, deren Ideen und finanziellen und tatkräftigen Unterstützungen, damit der Traum verwirklicht werden konnte. Die große Verantwortung den Traum zu verwirklichen und den damit verbundenen holprigen Weg zu gehen, nahm eine einzige Person, der Jugendseelsorger Rencsik Imre, auf sich. 1994 wurde die Einrichtung namens KIM (christliche Jugendbewegung) rechtlich eingetragen. Das Zentrum war in einer Wohnung eines Seelsorgers in einem Vorort von Grosswardein (Oradea). Das KIM – Haus nahm in den Herzen der Kinder sehr schnell einen Platz ein und wurde zu ihrem beliebtesten Treffpunkt. Neben der Unterhaltung und Freizeitaktivitäten half die Einrichtung den Lernfortschritten der Schüler durch Sprachkurse, Informatikkurse und das Vergeben von internationalen Stipendien zu verbessern. Schnell war es klar, dass ein neues Gebäude mit größerer Kapazität für größere Programme notwendig ist. Somit legte die damalige Einrichtung 1996 die Grundsteine für das heutige Jugend- und Kulturzentrum, welchen der H. Bischof Josef Tempfli am 21. Mai 2000 auf den Namen Posticum, als Highlight der Varadinum Festtage, weihte. Das Bedeutendste bei dem Planungsentwurf und dem Bau war die ästhetische Darstellung des besonderen Geistes des Hauses, durch den die Jugendlichen und die Besucher des Hauses die Mission des Posticums instinktiv vermittelt bekommen sollten. In den langen Überlegungen und Grübeleien entstand diese einmalige Botschaft der Offenheit, Ausgewogenheit und Enthaltsamkeit in der Architektur und ermuntert ähnliche innere Werte zu entdecken. Das Kulturzentrum hat heute in Grosswardein (Oradea) eine spezielle Charakteristik und einen festen Platz und Ort, wo man sich nicht nur erholen kann, sondern sich auch in einem geistigen und seelischen Milieu einbringen kann, welche einen zu einem wahrhafterem, authentischerem und humanerem Leben antreibt.